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963彩票开户EINLEITENDE BEMERKUNGEN

963彩票开户EKONFERENZ

Christine Lagarde, Pr?sidentin der EZB,
Luis de Guindos, Vizepr?sident der EZB,
Frankfurt am Main, 12. Dezember 2019

Sehr geehrte Damen und Herren, ich begrü?e Sie zu unserer Pressekonferenz. Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen, heute erstmals die geldpolitische Sitzung des EZB-Rats zu leiten. Ich freue mich sehr, Sie nun gemeinsam mit dem Vizepr?sidenten über die Ergebnisse unserer Sitzung zu informieren, an der auch der Exekutiv-Vizepr?sident der Kommission, Herr Dombrovskis, teilgenommen hat.

Auf der Grundlage unserer regelm??igen wirtschaftlichen und monet?ren Analyse haben wir beschlossen, die Leitzinsen der EZB963彩票开户 unver?ndert zu belassen. Wir gehen davon aus, dass sie so lange auf ihrem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden, bis wir feststellen, dass sich die Inflationsaussichten in unserem Projektionszeitraum deutlich einem Niveau ann?hern, das hinreichend nahe, aber unter 2 % liegt, und dass sich diese Ann?herung in der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation durchg?ngig widerspiegelt.

963彩票开户Am 1. November haben wir die Nettoank?ufe im Rahmen unseres Programms zum Ankauf von Verm?genswerten (Asset Purchase Programme – APP) in einem monatlichen Umfang von 20 Mrd € wieder aufgenommen. Wir gehen davon aus, dass sie so lange fortgesetzt werden, wie es für die Verst?rkung der akkommodierenden Wirkung unserer Leitzinsen erforderlich ist, und dass sie beendet werden, kurz bevor wir mit der Erh?hung der EZB-Leitzinsen beginnen.

963彩票开户Wir beabsichtigen darüber hinaus, die Tilgungsbetr?ge der im Rahmen des APP erworbenen Wertpapiere für l?ngere Zeit über den Zeitpunkt hinaus, zu dem wir mit der Erh?hung der Leitzinsen beginnen, bei F?lligkeit weiterhin vollumf?nglich wieder anzulegen und in jedem Fall so lange wie erforderlich, um günstige Liquidit?tsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung aufrechtzuerhalten.

Die seit der letzten Sitzung des EZB-Rats Ende Oktober neu verfügbaren Daten deuten auf einen anhaltend ged?mpften Inflationsdruck und eine schwache Wachstumsdynamik im Euroraum hin. Es gibt jedoch erste Anzeichen einer Stabilisierung bei der Wachstumsverlangsamung und eines leichten Anstiegs der zugrunde liegenden Inflation, was im Einklang mit den bisherigen Erwartungen steht. Die Widerstandsf?higkeit der Wirtschaft des Eurogebiets wird nach wie vor durch das anhaltende Besch?ftigungswachstum und steigende L?hne gestützt.

963彩票开户Von dem umfangreichen Ma?nahmenpaket, das der EZB-Rat bei seiner Sitzung im September beschlossen hat, gehen substanzielle geldpolitische Impulse aus, die für günstige Finanzierungsbedingungen in allen Wirtschaftssektoren sorgen. So f?rdern insbesondere die verbesserten Kreditbedingungen für Unternehmen und private Haushalte die Konsumausgaben und die Unternehmensinvestitionen. Dies wird das Wachstum im Euroraum, den kontinuierlichen Aufbau eines binnenwirtschaftlichen Preisdrucks und damit die deutliche Ann?herung der Teuerungsrate an unser mittelfristiges Ziel unterstützen.

In Anbetracht der verhaltenen Inflationsaussichten unterstrich der EZB-Rat abermals die Notwendigkeit eines weiterhin ?u?erst akkommodierenden geldpolitischen Kurses für einen l?ngeren Zeitraum, um den Druck auf die zugrunde liegende Inflation und die Entwicklung der Gesamtinflation auf mittlere Sicht zu unterstützen. Wir werden daher die Inflationsentwicklung und die Wirkung der geldpolitischen Ma?nahmen auf die Konjunktur genau beobachten. Unsere Forward Guidance wird sicherstellen, dass sich die Finanzierungsbedingungen im Einklang mit ?nderungen der Inflationsaussichten entwickeln. In jedem Fall ist der EZB-Rat nach wie vor bereit, alle seine Instrumente gegebenenfalls anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Teuerungsrate – im Einklang mit der Verpflichtung des EZB-Rats auf Symmetrie – auf nachhaltige Weise seinem Ziel ann?hert.

Gestatten Sie mir nun, unsere Einsch?tzung n?her zu erl?utern und dabei mit der wirtschaftlichen Analyse963彩票开户 zu beginnen. Das viertelj?hrliche Wachstum des realen BIP im Euroraum wurde für das dritte Quartal 2019 mit 0,2 % best?tigt und blieb damit gegenüber dem Vorquartal unver?ndert. Die fortdauernde Schw?che des Welthandels in einem Umfeld anhaltender globaler Unsicherheiten belastet weiterhin das verarbeitende Gewerbe im Eurogebiet und d?mpft das Investitionswachstum. Unterdessen sind die aktuellen Wirtschaftsdaten und Umfrageergebnisse zwar insgesamt weiterhin schwach, deuten aber darauf hin, dass sich bei der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Euroraum eine gewisse Stabilisierung einstellt. Trotz einer leichten Abschw?chung in der zweiten Jahresh?lfte 2019 zeigen sich der Dienstleistungssektor und das Baugewebe nach wie vor widerstandsf?hig. Das Wachstum im Eurogebiet wird weiterhin von den günstigen Finanzierungsbedingungen, erneuten Besch?ftigungszuw?chsen bei steigenden L?hnen, dem leicht expansiven finanzpolitischen Kurs im Euroraum und dem anhaltenden, wenn auch etwas schw?cheren, weltweiten Wirtschaftswachstum getragen.

Diese Einsch?tzung deckt sich weitgehend mit den von Experten des Eurosystems erstellten gesamtwirtschaftlichen Projektionen für das Euro-W?hrungsgebiet vom Dezember 2019. Das j?hrliche reale BIP wird demzufolge 2019 um 1,2 %, 2020 um 1,1 % und 2021 sowie 2022 um jeweils 1,4 % wachsen. Gegenüber den von Experten der EZB erstellten gesamtwirtschaftlichen Projektionen vom September 2019 wurde der Ausblick für das Wachstum des realen BIP für 2020 leicht nach unten korrigiert.

963彩票开户Die Risiken für die Wachstumsaussichten des Eurogebiets, die mit geopolitischen Faktoren, zunehmendem Protektionismus sowie Anf?lligkeiten in den aufstrebenden Volkswirtschaften zusammenh?ngen, sind nach wie vor abw?rtsgerichtet, haben sich aber etwas abgeschw?cht.

Die am HVPI gemessene j?hrliche Teuerung im Eurogebiet stieg der Voraussch?tzung von Eurostat zufolge von 0,7 % im Oktober auf 1,0 % im November 2019, was in erster Linie einem st?rkeren Preisauftrieb bei Dienstleistungen und Nahrungsmitteln geschuldet war. Ausgehend von den aktuellen Terminpreisen für ?l dürfte die Gesamtinflation in den n?chsten Monaten leicht steigen. Die Indikatoren der Inflationserwartungen liegen auf niedrigem Niveau. Die Messgr??en der zugrunde liegenden Inflation haben sich insgesamt weiterhin verhalten entwickelt, es gibt jedoch Hinweise darauf, dass sie im Einklang mit den bisherigen Erwartungen leicht ansteigen. Obwohl sich der Arbeitskostendruck vor dem Hintergrund einer angespannteren Lage an den Arbeitsm?rkten verst?rkt hat, verz?gert die schw?chere Wachstumsdynamik das Durchwirken auf die Inflation. Getragen von unseren geldpolitischen Ma?nahmen, dem anhaltenden Konjunkturaufschwung und soliden Lohnzuw?chsen dürfte die Inflation auf mittlere Sicht zunehmen.

963彩票开户Diese Einsch?tzung deckt sich auch weitgehend mit den von Experten des Eurosystems erstellten gesamtwirtschaftlichen Projektionen für das Euro-W?hrungsgebiet vom Dezember 2019. Den dort enthaltenen Berechnungen zufolge wird sich die j?hrliche HVPI-Inflation 2019 auf 1,2 %, 2020 auf 1,1 %, 2021 auf 1,4 % und 2022 auf 1,6 % belaufen. Gegenüber den von Experten der EZB erstellten gesamtwirtschaftlichen Projektionen vom September 2019 wurde der Ausblick für die HVPI-Inflation für 2020 leicht nach oben und für 2021 leicht nach unten korrigiert, was haupts?chlich auf die erwartete Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen ist.

Was die monet?re Analyse963彩票开户 betrifft, so blieb das Wachstum der weit gefassten Geldmenge M3 im Oktober 2019 mit 5,6 % gegenüber dem Vormonat unver?ndert. Das fortgesetzte Wachstum ist auf die anhaltende Bankkreditvergabe an den privaten Sektor und die geringen Opportunit?tskosten für das Halten von Komponenten der Geldmenge M3 im Vergleich zu anderen Finanzinstrumenten zurückzuführen. Betrachtet man die einzelnen Komponenten, so leistet das eng gefasste Geldmengenaggregat M1 nach wie vor den gr??ten Beitrag zum Anstieg der weit gefassten Geldmenge.

Die Buchkreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte verzeichnete weiterhin ein solides Wachstum. Dies war auf das anhaltende Durchwirken unseres akkommodierenden geldpolitischen Kurses auf die Kreditzinsen der Banken zurückzuführen. Die j?hrliche Wachstumsrate der Buchkredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften stieg im Oktober auf 3,8 %, nachdem sie sich im September auf 3,6 % belaufen hatte. Die Jahreswachstumsrate der Buchkredite an private Haushalte setzte ihren allm?hlichen Aufw?rtstrend fort und lag im Oktober bei 3,5 %. Unser akkommodierender geldpolitischer Kurs wird zur Wahrung der sehr günstigen Kreditvergabebedingungen der Banken beitragen und in allen Wirtschaftssektoren den Zugang insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen zu Finanzmitteln weiter unterstützen.

Zusammenfassend ist festzuhalten: Die Gegenprüfung der Ergebnisse der wirtschaftlichen Analyse anhand der Signale aus der monet?ren Analyse best?tigte, dass für eine fortgesetzte deutliche Ann?herung der Inflation an ein Niveau von unter, aber nahe 2 % auf mittlere Sicht weiterhin eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung erforderlich ist.

Damit unsere geldpolitischen Ma?nahmen ihre volle Wirkung entfalten k?nnen, müssen andere Politikbereiche entschlossener dazu beitragen, das l?ngerfristige Wachstumspotenzial zu steigern, die Gesamtnachfrage zum gegenw?rtigen Zeitpunkt zu stützen und Schwachstellen abzubauen. Die Umsetzung von strukturpolitischen Ma?nahmen muss in den Euro-L?ndern deutlich intensiviert werden, um die Produktivit?t und das Wachstumspotenzial im Euroraum zu steigern, die strukturelle Arbeitslosigkeit zu verringern und die Widerstandsf?higkeit zu erh?hen. Die l?nderspezifischen Empfehlungen 2019 sollten als relevanter Wegweiser dienen.

Was die Finanzpolitik betrifft, so dürfte der finanzpolitische Kurs im Euroraum 2020 leicht expansiv bleiben und damit die Wirtschaftst?tigkeit stützen. Angesichts der eingetrübten Konjunkturaussichten begrü?t der EZB-Rat die Forderung der Eurogruppe nach differenzierten finanzpolitischen Antworten und ihre Bereitschaft zur Koordinierung. Regierungen, die über fiskalischen Spielraum verfügen, sollten zu wirksamen und zeitnahen Ma?nahmen bereit sein. In hoch verschuldeten L?ndern müssen die Regierungen eine umsichtige Politik verfolgen und die Zielvorgaben für den strukturellen Finanzierungssaldo erfüllen, damit ein Umfeld entsteht, in dem automatische Stabilisatoren frei wirken k?nnen. Alle L?nder sollten ihre Anstrengungen im Hinblick auf eine wachstumsfreundlichere Ausgestaltung der ?ffentlichen Finanzen intensivieren.

Au?erdem ist eine im Zeitverlauf und l?nderübergreifend transparente und einheitliche Umsetzung des finanz- und wirtschaftspolitischen Steuerungsrahmens der Europ?ischen Union nach wie vor unerl?sslich, um die Widerstandsf?higkeit der Wirtschaft im Eurogebiet zu st?rken. Die Verbesserung der Funktionsweise der Wirtschafts- und W?hrungsunion ist weiterhin eine Priorit?t. Der EZB-Rat begrü?t die aktuellen Anstrengungen und dr?ngt auf weitere spezifische und entschlossene Schritte zur Vollendung der Bankenunion und der Kapitalmarktunion.

963彩票开户Wir sind nun gerne bereit, Ihre Fragen zu beantworten.

Der Wortlaut, auf den sich der EZB-Rat verst?ndigt hat, ist der englischen Originalfassung zu entnehmen.

Ansprechpartner für Medienvertreter

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